Warum schreiben? 1973. Ich sitze vor einer mechanischen Schreibmaschine. Für mich, der Papier mag und Schreibstifte blöd findet, ist es eine wahre Zaubermaschine. Endlich kann ich lesen, was ich schreibe. Das ist auch der Grund, warum ich mir praktisch nie handschriftliche Notizen mache. In dem Versuch handschriftlich so schnell zu schreiben, wie ich denke, werden die Buchstaben zu mehr oder weniger gezackten Wellenlinien. Mehr Geduld wäre gut. Aber, das Leben dauert nicht ewig. Also, wenn man viel machen will, viel lernen will, viel erschaffen will, dann darf man nicht zuviel Geduld haben. Dann muss man dem Drängen, die Dinge etwas schneller zu tun, hin und wieder nachgeben. Je mehr man lernt, desto mehr Wissen hat man. Je mehr wissen man hat, desto mehr Wissen kann man nutzen. Es gibt zwei Möglichkeiten, Geschichten zu schreiben. 1. Man denkt sich was aus, liest was über die Grundlagen und schreibt so vor sich hin. 2. Man denkt sich was aus, hat was ähnliches schon man erlebt, und schreibt über etwas, was man kennt oder sich zumindest in Wirklichkeitsnaher Form vorstellen kann. Je besser Punkt 2 funktioniert, desto authentischer erscheinen die geschriebenen Texte. Egal, wie weltfremd sie auch sein mögen. Apropos Welt. Wenn ich jetzt anfange über die Welt zu schreiben, wird das ein Buch! Es gibt zwei Möglichkeiten die Welt zu erleben. 1. Man lässt sie auf sich zukommen. 2. Man geht auf die Welt zu. Das eine ist passives Entdecken, weil man nur das entdeckt, was man geliefert bekommt. Das andere ist aktives Entdecken, wobei man auch mal was entdeckt, was man gar nicht entdecken will/wollte. Wie bei vielem im Leben ist es am besten, man macht beides. Blöd, wenn man beim passiven Entdecken Dinge erlebt, die man nie erleben wollte. Gut, wenn man auch das dann nutzen kann, um Erkenntnisse zu gewinnen. Denn Erkenntnisse führen zu Weisheit. Und Weisheit kann wieder helfen, Dinge zu vermeiden, die man bei weniger Weisheit nicht umgehen kann. Wenn man in einem 3000 Seelendorf aufwächst hat man zwei Möglichkeiten. Man lernt wie man am besten in einem 3000 Seelendorf lebt oder man geht raus, um die Welt zu entdecken. Letzteres habe ich gemacht. Nur um 40 Jahre später festzustellen, dass es im 3000 Seelendorf doch eigentlich gar nicht so schlecht ist. Der Karatemeister Hirokazu Kanazawa hat das Leben mal mit einem Berg verglichen. Erst geht man hinauf, dann ist man auf dem Gipfel und dann geht man wieder hinunter. Nun bin ich selbst in einem Alter, wo man den Berg eher hinunter als hinauf geht. Und was soll ich sagen, wer jemals auf einem Berg stand, wird feststellen, das, von oben gesehen, die Täler gar nicht so unschön wirken. Man muss nur schauen, dass man das richtige Tal findet.
Lesen lässt uns in Gedanken leben….
Wenn der Computer meine Gedanken lesen könnte, würde das Schreiben dreimal schneller gehen und ich hätte keine wunden Finger.
Statements: Demokratie: Demokratie ist, wenn es keinen gibt, der allein Entscheidungen treffen kann, die nicht nur ihn selbst betreffen. Gleichberechtigung: Gleichberechtigung ist, wenn es niemanden gibt, der, aus welchen Gründen auch immer, bei irgendetwas bevorzugt behandelt wird. Geschlechtliche Gleichberechtigung ist, wenn Menschen, ohne jede Berücksichtigung des anatomischen oder psychisch empfundenen Geschlechts, in absolut gleicher Weise anerkannt und respektiert werden. Sexualität: Ist etwas absolut Privates. Weshalb niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung beurteilt werden darf. Rassismus, Ausgrenzung, Diskriminierung, Mobbing: Es gibt physische Folter und es gibt psychische Folter. Beides ist mit positiver Menschlichkeit unvereinbar. Krieg: „Wo Primaten sich kloppen, findet echte Intelligenz bessere Wege.“ © J.P. Rohlin 1800 - 1900: ca. 130 registrierte Kriege 1900 - 2000: ca. 130 registrierte Kriege 2000 - 2022: bereits 30 registrierte bzw. aktive Kriege Der Mensch hat sich selbst die Bezeichnung Homo sapiens gegeben. Nicht nur obige Zahlen belegen, dass das mit dem sapiens reichlich übertrieben ist. Umwelt: „Hat uns die Erde irgendetwas angetan?“ Jeder Schaden, den wir der Umwelt zufügen, ist ein Schaden der uns auch selbst schadet. Umweltschutz ist Menschheitsschutz. Hierzu ein sarkastischer Witz: 2023 kurz nach der Klimakonferenz stehen einige Politiker beisammen und blicken auf die Prognosen der Klimaforscher. Und einer von ihnen fragt: „Was machen wir, wenn das stimmt dass es in 50 Jahren sogar 5 Grad mehr sein sollen?“ Woraufhin ein anderer antwortet: „Was heißt hier wir?“ Nichts als blanke Gier sorgt dafür, dass wir den zukünftigen Generationen ein wahrhaft epochales Problem hinterlassen. Fake News: Gott, hab ich die Nase voll davon…. Verschwörungstheoretiker und andere Fanatiker: Hört auf damit und fangt an das Leben zu genießen! UFO‘s (hier im Sinne von Außerirdischen): Es gibt keinen Grund zu glauben, dass es die nicht geben kann. Es gibt keinen Grund, bei jeder besseren Lichterscheinung gleich an ein UFO zu denken. Allzu leicht, kann ein Glaube, dass etwas möglich sein könnte, zu Fanatismus führen! Zeitreisen in die Vergangenheit: Es gibt keinen Grund zu glauben, dass dies irgendwann einmal möglich sein könnte! Jenseits (Nahtoderfahrungen): Wenn alles aus Energie besteht, dann müsste der Energieerhaltungssatz des Universums dafür sorgen, dass…. Man kann sich jeden, absolut jeden Gedanken über Seele und Jenseits machen, sogar die, die richtig sind, ohne jemals zu erfahren, ob man die Wahrheit getroffen hat. Manchmal ist abwarten weit besser als jeder Glaube. Religion: Eine Erfindung des Menschen. Die aber nur möglich ist, weil irgendetwas dem Menschen die Fähigkeit gegeben hat, Erfindungen zu machen. Religion als Kriegsgrund: Ja sind wir denn bekloppt! Öl, Kohl, Gas, Verbrennermotoren: Dampfkraft. Egal ob man es mag oder nicht, egal wie modern es auch sein mag, das Prinzip an sich ist „Altmodisch“.
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